Salzmumien in Iran

Landschaft rund um das Salzbergwerk von Chehrabad
Landschaft rund um das Salzbergwerk von Chehrabad. Foto: DBM/RUB

In dem iranischen Salzbergwerk Chehrābād, in der Provinz Zanjān, öffnet sich ein Fenster zum prähistorischen Bergbau: In den Jahren 1994, 2004 und 2005 entdeckten Arbeiter und Archäologen die Überreste von mumifizierten Bergleuten, die bei einem Grubenunglück den Tod fanden. Die Katastrophe bedeutet für die Archäologie eine Sensation. Seit 2009 arbeitet ein internationales Team an der Erforschung dieses unter den Achämeniden (6.-4. Jahrhundert v. Chr.) und Sassaniden (4.-6. Jahrhundert n. Chr.) betriebenen Bergwerks. In diesem Jahr wurde zudem ein auf den Grabungsarbeiten aufbauendes konservatorisches und ausstellungsplanerisches Projekt unter der   Federführung des Deutschen Bergbau-Museums Bochum durch die Gerda Henkel Stiftung bewilligt. Das Archäologische Museum Frankfurt (AMF) ist als weiterer Antragsteller zusammen mit dem Römisch- Germanischen Zentralmuseum, dem Naturhistorischen Museum Wien  und den iranischen Partnern zentral in das Projekt eingebunden. Dr. Natascha Bagherpour Kashani betreut das Grabungsprojekt in Iran seit 2015 und wird auch das neu bewilligte  Projekt maßgeblich koordinieren.

Zur Website des AMF: http://www.archaeologisches-museum.frankfurt.de/index.php/de/forschung/klassische-antike-alter-orient

Video:   https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/das_salzbergwerk_von_zanjan?nav_id=7366